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Flachdübelfräse – die etwas andere Fräse

Von der Hobby-Werkstatt bis zur professionell ausgestatteten Tischlerei. Meist stellt sich die Frage nach den notwendigen Maschinen. Die üblichen Verdächtigen sind hier meist beispielsweise Abrichte, Kreissäge, Bandsäge, Dickenhobelmaschine, Tischfräse, Standbohr- und Bandschleifmaschine.

Während die professionelle Tischlerwerkstatt meist aus dem Vollen schöpfen kann, muss der Hobbybastler Abstriche wegen mangelndem Platz machen und hat zudem nicht die finanziellen Mittel einer Tischlerei. Eine ganz bestimmte Maschine allerdings fliegt aus unerklärlichen Gründen noch immer viel zu häufig unter dem Radar der Handwerker. Die sogenannteFlachdübelfräse. Dieses praktische Gerät ist äußerst platzsparend, überaus effektiv und noch dazu vergleichsweise kostengünstig.

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Was ist eine Flachdübelfräse?

Eine Flachdübelfräse, die oft auch als Lamellofräse bezeichnet wird, ist vereinfacht gesagt ein Gerät, welches speziell für die Herstellung einer bestimmten Verbindungsart konzipiert worden ist. Diese Maschine ist darauf ausgelegt, halbrundförmige Langlöcher zu fräsen, in die dann das passende Gegenstück mit einer Feder oder sogenannten Lamellos eingefügt werden kann. Diese Lamello-Verbindungen sind eine bessere Alternative zu den sonst üblichen Runddübelverbindungen und auch deshalb in Fachkreisen überaus beliebt.

Warum Flachdübel?

Seit Jahr und Tag keimt unter Handwerkern im Möbelbau immer wieder die Frage auf, welche Verbindungsart gewählt werden sollte. In der Vergangenheit wurde, um Zeit und Aufwand zu sparen, oftmals zu den bekannten Runddübeln gegriffen. Diese waren überaus praktisch und die Verbindung ließ sich in relativ kurzer Arbeitszeit realisieren. Die Schwierigkeit hierbei allerdings war, dass die Löcher äußerst präzise gebohrt werden mussten.

Andernfalls ergab und ergibt sich ein leichter Versatz zwischen den zu verbindenden Teilen, welcher kaum ausgeglichen werden kann und damit unter Umständen die Arbeit vieler Stunden zu Nichte macht. Die Lösung dafür und eine wahre Revolution waren dann die Lamellos, denn diese erlaubten durch ihre flache und längliche Form, kleine Ungenauigkeiten auszugleichen, weshalb Lamellos aus heutigen Tischlereien nicht mehr wegzudenken sind. Flachdübel (Lamellos) haben sich also über Jahre hinweg bewährt und erfreuen sich äußerst großer Beliebtheit.

Doch mit den Lamellos keimte auch die Frage auf, wie die dafür notwendigen Nuten in das Werkstück gebracht werden sollten. Viele Menschen bedienten sich dabei überaus kreativen und zuweilen auch nicht ganz ungefährlichen Ideen. Eine Art Einsatzfräsen einer Nut mit Hilfe der Tischkreissäge war und ist eine gar nicht so seltene Methode, das Werkstück entsprechend zu bearbeiten. Dass dies allerdings nicht der Weisheit letzter Schluss ist, dürfte jedem klar sein.

Die weitaus beliebtere Methode war hier das Fräsen einer Nut mit der Tischfräse. Das unter Umständen zeitaufwendige Einrichten dieser Maschine für diesen relativ simplen Arbeitsgang führte dazu, dass etwas Kleineres, effektiveres und schneller einzurichtenderes Gerät her musste. Die Lamello- oder Flachdübelfräse war die ideale Lösung für dieses Problem. Durch die einfache Handhabung, die handliche Größe und den vergleichsweis eniedrigen Preis hat sich diese Maschine aus gutem Grund für speziell diesen Arbeitsschritt bewährt.

Worauf ist beim Kauf zu achten?

Zunächst einmal sollte jedem Handwerker klar sein, dass manche Holzarten schwieriger zu bearbeiten sind, als andere. Um für alle Eventualitäten gewappnet zu sein, empfiehlt es sich, ein Gerät mit einer Leistung von wenigstens 600 Watt zu wählen. Schon das ist einer der Hinweise auf einen leistungsfähigen Motor.

Um eine gewisse Qualität beim Fräsen zu garantieren, ist es ebenfalls wichtig, dass das Gerät der Wahl eine bestimmte Mindestdrehzahl bietet. Von Maschinen mit weniger als 5000 U/Min ist deshalb eher abzuraten. Ein weiteres Kriterium ist der Umfang der Einstellbarkeit. Je flexibler Sie also den Anschlagwinkel verstellen können, umso vielseitiger sind auch die Arbeiten, die damit verrichtet werden können. Natürlich spielt auch die Handlichkeit, das Gewicht und der Lautstärkepegel eine nicht unwesentliche Rolle.

Wer die vorausgewählten Geräte anhand dieser Kriterien miteinander vergleicht, wird letztlich eine überaus nützliche Maschine auswählen, die flexible Verbindungen zum Kinderspielt macht.